Krebsinformationen von uns für Sie

Nur Sport, der Spaß macht, nutzt!

Nur wer die Bewegung genießt, wird regelmäßig Sport treiben - und letztlich ist die Regelmäßigkeit entscheidende Voraussetzung für die schützende Wirkung.

Ob zur Prävention oder nach der Therapie: Nur Sport, der Spaß macht, nutzt! Dass Sport - genauer: Ausdauersport - das Herz-Kreislauf-System und Knochen wie Gelenke stabilisiert, ist bereits lange bekannt. Mäßig aber regelmäßig lautet die Devise von Sportmedizinern. Wer dreimal die Woche mindestens 30 Minuten ins Schwitzen kommt, ohne aus der Puste zu geraten, tut etwas für seine Gesundheit.

Kann Sport vor Krebs schützen?

Sportlich aktive Menschen erkranken offensichtlich auch weniger häufig an Krebs; zumindest für Brustkrebs und Darmkrebs existieren Untersuchungen, die zu diesem Ergebnis kommen. Menschen, die regelmäßig Sport treiben, ernähren sich häufig auch gesünder und stehen auch psychisch weniger unter Druck. Für die schützende Wirkung kann also ein ganzes Bündel von Ursachen verantwortlich sein.

Welcher Sport am besten vor der Entstehung von Krebs schützt - ob Ausdauer- oder Kraftsport oder Bewegungsspiele und Tanz - lässt sich so pauschal nicht beantworten. Im Zweifelsfall gilt die Devise: Nur Sport, der Spaß macht, nutzt. Denn nur wer die Bewegung genießt, wird regelmäßig Sport treiben - und letztlich ist die Regelmäßigkeit entscheidende Voraussetzung für die schützende Wirkung.

Sport während der Therapie

Studien an der Freiburger Universität haben in den 1990er Jahren gezeigt, dass unter Umständen Sport sogar während einer belastenden Therapie sinnvoll sein kann. Patienten hatten in Freiburg während einer Hochdosis-Chemotherapie und einer Stammzelltransplantation beispielsweise 30 Minuten pro Tag an einem speziell konstruierten Bettfahrrad trainiert.

Und das mit beeindruckendem Erfolg: Das gefürchtete Erschöpfungssyndrom nach Chemotherapie (Fatigue) war bei den sporttreibenden Patienten vergleichsweise weniger ausgeprägt. Außerdem fühlten sich die „Sportler“ pschychisch besser und hatten weniger Angst. Trotz dieser positiven Ergebnisse wird man Krebspatienten allerdings nicht generell dazu raten, auch während der Therapie sportlich aktiv zu werden; dazu sind die individuellen Bedingungen und Einschränkungen zu unterschiedlich.

Sport während der Nachsorge

Anders sieht es in der Nachsorge aus. Zu fast jeder Anschlussheilbehandlung oder Rehabilitationskur gehört der Sport mittlerweile dazu. In allen Reha-Einrichtungen sind Physiotherapeuten und Sportlehrer beschäftigt, um den Patienten die Vorzüge körperlicher Betätigung nahe zu bringen. In der Tat hat der Sport nach Abschluss der Therapie mehrere wichtige Funktionen: Patienten können so das Vertrauen in ihre körperliche Leistungsfähigkeit zurückgewinnen, sie lernen, mögliche Einschränkungen durch intensives Training auszugleichen.

Und für manche gehört der Sport zum Leben einfach dazu. Vor allem Patienten, die vor ihrer Erkrankung schon sportlich aktiv waren, empfehlen wir, „ihre“ Sportart möglichst bald wieder aufzunehmen. Auch als Brustkrebspatientin können Sie wieder Tennis spielen, ohne gleich Angst vor einem Lymphödem haben zu müssen. Tasten Sie sich selbst an Ihre individuelle Leistungsfähigkeit heran.

Übertreiben Sie nichts!

Wer dagegen vor seiner Erkrankung schon ein Sportmuffel war, darf sich nicht selbst von heute auf morgen zu Höchstleistungen zwingen. Muskeln und Gelenke müssen behutsam an neue sportliche Belastungen gewöhnt werden. Regelmäßiger Leistungssport bis zur Erschöpfungsgrenze schadet vor allem dem Immunsystem mehr als er nützt.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob und wenn ja welchen Sport Sie treiben könnten, dann sprechen Sie uns einfach an. Wir sind gerne für Sie da.

Onkologie Bochum

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