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Kältekappe bremst Chemotherapie-bedingten Haarausfall bei Brustkrebspatientinnen

Das sogenannte Scalp Cooling kann den chemotherapiebedingten Haarausfall bei Krebspatientinnen insgesamt um etwa die Hälfte reduzieren. Das legen zwei aktuell erschienene Studien nahe. In den aus Silikon bestehenden Kältekappen zirkuliert ein Kühlmittel, das für eine allmähliche Senkung der Kopfhauttemperatur sorgt. Die Kälte verengt die Blutgefäße in der Kopfhaut, sodass die Chemotherapie-Medikamente die empfindlichen Haarfollikel gar nicht oder nur unvollständig erreichen.

Offensichtlich spielt für die Wirksamkeit des Scalp Cooling auch die eingesetzte Chemotherapie eine Rolle: Wurden sogenannte Anthrazykline eingesetzt, konnte der Haarverlust nur bei etwa 16 Prozent vermieden werden, bei Einsatz von Taxanen dagegen bei fast 60 Prozent der Patientinnen.

Nur sieben der rund 180 Studienteilnehmerinnen mussten die Kappe wegen eines unangenehmen Kältegefühls vorzeitig absetzen. Andere Nebenwirkungen wie Kopfjucken, trockene Kopfhaut und Hautveränderungen hielten sich in Grenzen. Die Kosten für das Scalp Cooling werden von den Krankenkassen in Deutschland derzeit nicht übernommen, einige Zentren in Deutschland bieten das Kühlkappensystem als Selbstzahlerleistung an.

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