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Chronische Fatigue bei Männern häufiger als vermutet

In der Akutphase einer aggressiven medikamentösen Behandlung klagen acht bis neun von zehn Krebspatienten über Fatiguebeschwerden.

Männer mit Prostatakrebs, die bestrahlt werden und eine langjährige sogenannte Antihormontherapie erhalten, leiden zum Teil jahrelang unter den Folgen des krebsbedingten Erschöpfungssyndroms, von Fachleuten Fatigue genannt.

In der Akutphase einer aggressiven medikamentösen Behandlung klagen acht bis neun von zehn Krebspatienten über Fatiguebeschwerden. Über einen Zeitraum von sechs Monaten hinaus waren die Beschwerden bislang in erster Linie bei Brustkrebspatientinnen festgestellt worden.

Die jetzt veröffentlichten Ergebnisse einer Studie mit Prostatapatienten belegen, dass auch diese Männer zum Teil noch 36 Monate nach der Behandlung unter Fatigue leiden. Ausgewertet wurden die Daten von 206 Männern, die sich einer Strahlentherapie der Prostata und der Beckenlymphknoten oder der Prostata allein unterzogen hatten. Alle Studienteilnehmer hatten zudem eine Antihormonbehandlung zur Unterdrückung der Wirkung männlicher Sexualhormone erhalten.

Quelle:

Lillebya, W. et al. (2016) Fatigue and other adverse effects in men treated by pelvic radiation and long-term androgen deprivation for locally advanced prostate cancer. Acta Oncologica, DOI:10.3109/0284186X.2015.1127417

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