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Wohnen in Autobahnnähe erhöht Krebsrisiko für Kinder massiv

Benzol in Abgasen führt wohl dazu, dass Kinder, die in der Nähe von Autobahnen wohnen, ein erhöhtes Leukämierisiko haben. Diesen Zusammenhang fanden schweizerische Wissenschaftler anlässlich einer Auswertung des Kinderkrebsregisters von 1985 bis 2008. Kinder, die weniger als 100 Meter von der nächsten Autobahn oder Schnellstraße entfernt wohnten hatten gegenüber Altersgenossen, die mehr als 500 Meter entfernt wohnten, ein um etwa 50 Prozent höheres Risiko, an Leukämie zu erkranken. Bei 0- bis vierjährigen Kindern verdoppelt sich das Risiko sogar. Bezüglich anderer Krebsarten wie Hirntumore oder maligne Lymphome fanden die Forscher keine Unterschiede. Auch andere Faktoren wie sozio-ökonomische Unterschiede oder Distanz zu Hochspannungsleitungen scheiden als Ursache für die Risikoerhöhung aus. Als gesicherter Risikofaktor für die Entstehung von Leukämie ist seit einigen Jahren Benzol bekannt. Da bei den untersuchten Kindern ausschließlich das Leukämierisiko angestiegen war, schlussfolgern die Autoren, dass das Benzol in den Autoabgasen ursächlich verantwortlich ist.

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